Malta für Alleinreisende – Kultur, Geschichte und mediterranes Lebensgefühl

Ein Reisebericht von unserem Reisebegleiter Gunnar Petrick

1. Tag – Anreise und eine unerwartete Wendung

Am frühen Nachmittag startete ich gemeinsam mit unserer Reisegruppe am Konzerthaus Freiburg in Richtung Flughafen Zürich. In Neuenburg und Weil am Rhein stiegen weitere Gäste zu, sodass sich die Gruppe schnell miteinander bekannt machte. Während der Fahrt gab ich bereits einen kurzen Überblick über die spannende Geschichte Maltas – eine kleine Einstimmung auf die kommenden Tage.

Am Flughafen verlief zunächst alles problemlos. Kurz vor dem Boarding kam jedoch Aufregung auf: Eine unserer Mitreisenden hatte plötzlich ihren Personalausweis nicht mehr. Trotz intensiver Suche blieb er verschwunden. Schweren Herzens musste ich ihr schließlich erklären, dass sie zunächst nicht mitfliegen konnte.

Der Rest der Gruppe trat den Flug nach Malta an, wo wir am Abend landeten. Nach dem Transfer erreichten wir gegen 21:30 Uhr unser Hotel in Mellieha. Obwohl das Restaurant bereits geschlossen hatte, wartete auf den Zimmern eine kleine kalte Platte auf uns.

Später am Abend rief ich unsere zurückgebliebene Mitreisende an. Zu meiner großen Überraschung berichtete sie mir, dass ihr Ausweis gefunden worden war. Sie hatte kurzerhand ein Zimmer am Flughafen genommen und sich einen Flug für den nächsten Tag gebucht. Mit 88 Jahren – das fand ich wirklich beeindruckend.

Malta
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2. Tag – Valletta und ein besonderer Service

Nach dem Frühstück begrüßte uns unsere lokale Reiseleiterin Lone im Hotel. Sie sollte uns die ganze Woche begleiten und uns mit ihrem großen Wissen über Geschichte, Kultur und Architektur Maltas begeistern.

Gemeinsam fuhren wir nach Valletta, der beeindruckenden Hauptstadt Maltas. Bei unserem Rundgang entdeckten wir die engen Gassen, mächtigen Festungsanlagen und prachtvollen Kirchen der ehemaligen Johanniterstadt. Besonders beeindruckend war der Blick von den Oberen Barracca Gärten auf den Grand Harbour. Auch die St.-Johannes-Co-Kathedrale mit dem berühmten Caravaggio-Gemälde durfte natürlich nicht fehlen.

Am Abend fuhr ich mit dem Taxi zum Flughafen, um unsere nachgereiste Mitreisende persönlich abzuholen. Gemeinsam kehrten wir ins Hotel zurück. Ein Abendessen gab es für mich zwar nicht mehr – aber dieser Service für unsere Gäste war mir wichtiger.

3. Tag – Tempel, Fischerdorf und Ritterstadt

Heute führte uns unser Ausflug in den Süden Maltas. Erstes Ziel waren die prähistorischen Tempelanlagen von Hagar Qim. Diese beeindruckenden Megalith-Tempel gehören zu den ältesten freistehenden Bauwerken der Welt und geben bis heute viele Rätsel auf.

Weiter ging es in das malerische Fischerdorf Marsaxlokk. Die bunten Fischerboote, kleine Restaurants und der lebendige Hafenmarkt machten den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Eine geplante Bootsfahrt zur Blauen Grotte musste leider wegen starken Windes abgesagt werden. Sicherheit geht schließlich vor. Stattdessen fuhren wir weiter in die historische Ritterstadt Vittoriosa. Die mächtigen Festungsanlagen erinnern noch heute an die Zeit des Johanniterordens.

Am Abend ließen wir die Eindrücke des Tages bei einem gemeinsamen Abendessen im Hotel Revue passieren.

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4. Tag – Abenteuerliche Überfahrt nach Gozo

Der vierte Tag stand zur freien Verfügung – oder für den fakultativen Ausflug auf die Nachbarinsel Gozo. Schließlich entschieden sich 14 Gäste, die Fährüberfahrt zu wagen.

Schon die Fahrt über das aufgewühlte Mittelmeer wurde zu einem kleinen Abenteuer. Der Sturm sorgte dafür, dass die Fähre ordentlich schaukelte – doch wir hatten Glück, der Fährverkehr wurde nicht eingestellt.

Auf Gozo erwarteten uns beeindruckende Landschaften und wunderschöne Aussichtspunkte. Besonders eindrucksvoll war der Blick auf die Insel Comino und die berühmte Blaue Lagune. Wir besuchten außerdem traditionelle Salzpfannen, die bekannte Wallfahrtskirche Ta’ Pinu sowie die Inselhauptstadt Victoria mit ihrer imposanten Zitadelle.

Der Sturm begleitete uns den ganzen Tag – doch gerade das machte diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.

5. Tag – Mdina und die Dingli-Klippen

Am letzten Ausflugstag besuchten wir zunächst den prachtvollen Palazzo Parisio. Der ehemalige Palast eines reichen Bankiers beeindruckte mit seinen prunkvollen Räumen und wunderschönen Gärten.

Danach ging es weiter nach Mdina, der sogenannten „stillen Stadt“. Die ehemalige Hauptstadt Maltas wirkt mit ihren engen mittelalterlichen Gassen und historischen Gebäuden fast wie ein lebendiges Freilichtmuseum.

Auf dem Rückweg legten wir noch einen Fotostopp an den spektakulären Dingli-Klippen ein. Hier fällt die Steilküste fast senkrecht ins Mittelmeer – ein beeindruckender Ausblick.

Am Nachmittag kehrten wir ins Hotel zurück und verabschiedeten uns mit großem Applaus von unserer hervorragenden Reiseleiterin Lone.

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6. Tag – Abschied von Malta

Am letzten Morgen brachte uns unser Busfahrer Chals sicher zum Flughafen Malta. Während der gesamten Reise hatte er den großen Reisebus souverän durch die engen Straßen und Gassen der Insel gesteuert – oft mit nur wenigen Zentimetern Abstand zu Mauern oder parkenden Autos.

Unser Rückflug nach Zürich verlief pünktlich. Nach der Landung brachte uns der Transferbus wieder nach Weil am Rhein, Neuenburg und schließlich zurück nach Freiburg.

Fazit: Ein Wochenende voller schöner Erinnerungen

Eine Woche auf Malta verging wie im Flug. Die Insel beeindruckte mit ihrer reichen Geschichte, spektakulären Landschaften und herzlichen Menschen. Besonders das gemeinsame Reisen unter Alleinreisenden machte diese Tage zu einem besonderen Erlebnis voller Begegnungen, Gespräche und neuer Freundschaften.

Mein herzlicher Dank gilt unserer Reiseleiterin Lone, unserem Busfahrer Chals sowie dem gesamten M-TOURS-Team für die hervorragende Organisation dieser erlebnisreichen Reise.

Gunnars Eindrücke

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